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6.2.2012 : 23:37 : +0100

Wasseraufbereitung mittels Ultrafiltration - Die biologische Alternative zu Chlordesinfektion und UV-Anlagen

Vielfach ist Wasser mikrobiologisch beeinträchtigt. Die UV-Bestrahlung hat sich hier neben dem Einsatz von Chlor, Chlordioxid oder Ozon als Desinfektionsmethode schon sehr stark etabliert.

Viele Wässer, vor allem Oberflächenwässer und oberflächennahe Wässer/Quellen führen nach Regen oft Trübstoffe mit sich.

Dazu gibt es folgende gesetzliche Rahmenbedingungen:

Codex- Kapitel B1 - Trinkwasser Punkt 4.15
Bei der Desinfektion durch UV-Bestrahlung muss eine Reduktionsäquivalente Fluenz (Dosis) von mindestens 400 J/m2 bezogen auf eine Wellenlänge von 253,7 nm angewandt werden. Bei UV-Desinfektionsanlagen mit Quecksilberdampf-Niederdruckstrahlern, deren zulässiger Betriebsbereich durch eine Typprüfung gemäß ÖNORM M 5873-1 (2001), bzw. bei UV-Desinfektionsanlagen mit Quecksilberdampf-Mitteldruckstrahlern, deren zulässiger Betriebsbereich durch eine Typprüfung gemäß VORNORM ÖNORM M 5873-2 (2003), verifiziert wurde und deren zulässiger Betriebsbereich

durch eine ÖVGW-Qualitätsmarke zertifiziert ist, kann innerhalb dieses Betriebsbereiches die Einhaltung der erforderlichen Desinfektionsbedingung vorausgesetzt werden. Im laufenden Betrieb müssen die Parameter des zulässigen Betriebsbereiches eingehalten werden, diese sind:
.. Mindest-Referenzbestrahlungsstärke (W/m²), Ablesung an der Anzeige des Anlagenradiometers (Sensor)
.. Wasserdurchfluss
.. UV-Durchlässigkeit des Wassers (253,7 nm; 100 mm Schichtdicke)
Die Funktionskontrolle der UV-Anlage erfolgt durch Vergleich der zertifizierten Betriebsbedingungen (ÖVGW Qualitätsmarke) mit den vor Ort auftretenden Bedingungen. Bei Unterschreitung der Mindest-Referenzbestrahlungsstärke bzw. der Mindest-UV-Durchlässigkeit des Wassers muss durch geeignete Maßnahmen sichergestellt werden, dass kein nicht sicheres Trinkwasser an den Abnehmer bzw. Verbraucher abgegeben wird (z.B. durch Unterbrechen des Wasserdurchflusses).

 

weiters:

Codex- Kapitel B1 - Trinkwasser Punkt 4.3
Bei stärker belasteten Wässern (z.B. Oberflächenwasser) sind der Desinfektion geeignete Aufbereitungsverfahren vorzuschalten, die auf die jeweiligen spezifischen Probleme abgestimmt sind. In diesem Zusammenhang wird auf die Oberflächen-Trinkwasserverordnung, BGBl. Nr. 359/1995 idgF, hingewiesen.

 

Wie sie Punkt 4.3.des Codex-Kapitel B1 entnehmen können, ist bei stärker belasteten Wässern der Desinfektion eine geeignete Aufbereitungsmaßnahme vorzuschalten. Sollte es sich hierbei um eine erhöhte Trübstoffbelastung (schwankend oder auch konstant) handeln kann die UV- Durchlässigkeit des Wassers durch Vorschaltung einer Filtrationsanlage verbesst werden. Eine optimale Lösung dafür ist die Ultrafiltration.

Sollte daher eine Desinfektion mittels UV- Strahlung geplant sein, das Rohwasser mit Trübstoffen belastet sein, und die UV- Durchlässigkeit des Wassers unter den geforderten 253,7 nm bei 10 mm Schichtdicke liegen, wird die UV- Durchlässigkeit des zu desinfizierenden Wassers durch eine Ultrafiltraton verbessert werden.

Wie in einschlägigen Fachmedien und Publikationen bereits publiziert wurde, konnte die quantitative Versorgungssicherheit durch die Kombination von Ultrafiltrationsanlagen in Kombination mit UV- Desinfektionsanlagen erheblich verbessert werden. Damit ist die Kombination auch im Sinne des Lebensmittelkodex empfehlenswert.

Die Ultrafiltration ist grundsätzlich eine Methode der biologischen Wasseraufbereitung. Die von uns verwendeten Mehrkanal-Hohlfaser-Membranen haben derart feine Poren, dass alle Formen der Krankheitserreger in über die derzeit für Desinfektionsmaßnahmen geltenden Anforderungen bedeutend hinausgehen.

Nach geltender Rechtsmeinung im Sinne des Lebensmittelkodex gilt die Ultrafiltration derzeit als noch nicht ausreichend sicher.

Der Anlagenbau-Partner Sansystems hat mittlerweile alleine in Österreich über 150 Ultrafiltrationsanlagen erfolgreich in Betrieb. Die Trinkwasserbefunde sind stets in Ordnung; und wenn sie nicht in Ordnung waren, dann hat sich stets das nachfolgende Rohrleitungssystem, das Entnahmeverhalten oder andere Keimeintragspunkte (z.B. Stallungsleitungen) als Ursache herausgestellt. Mit entsprechenden Rohr-Desinfektionen (z.B. Schockchlorung oder Chlordioxid) konnten diese Fälle zur Zufriedenheit aller erfolgreich gelöst werden.

Die Ultrafiltration bietet im kommunalen Sektor eine ausgezeichnete Möglichkeit zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit. Wir empfehlen uns gemeinsam mit dem erfahrenen Anlagenbauer Sansystems Bioline GesmbH als kompetenter Partner. Standardsysteme mit einer Aufbereitungsleistung von 0,9 bis 6 m³/Stunde erleichtern die Projektumsetzung, halten Investitionskosten und Betriebskosten gering.

Anlagen bis zu einer Größe von ca. 150 m³/Stunde werden individuell geplant und gebaut. Die Lieferung anschlussfertig im Container ist ebenso möglich, wie der Einbau in bestehende Räumlichkeiten. Auch die Nachrüstung einer Ultrafiltrationsanlage vor einer bestehenden UV-Desinfektion ist grundsätzlich und technisch möglich.

Durch die Kombination von Ultrafiltration mit UV-Desinfektion kann die UV-Anlage bedeutend verkleinert werden. Damit sinken sowohl der Investitionsbedarf für die UV-Anlage als auch nachfolgende Betriebs- und Instandhaltungskosten.

Gleichzeitig wird die Versorgungssicherheit auf ein höchst mögliches Maß (in Abhängigkeit des Rohwassers) sichergestellt.

Wenn Sie daran denken, für Ihr Haus, Ihren Pool etc. Grund-/Brunnenwasser zu verwenden, dann ist wesentlich, dass das Wasser mikrobiologisch einwandfrei ist. Untersuchungsstellen finden Sie in ganz Österreich. Wenn Sie dazu gerne Hilfe hätten, kontaktieren Sie uns bitte einfach per Telefon oder mail.

Sie haben bereits einen Untersuchungsbefund und möchten nun gerne wissen, wie Sie Ihr Brunnen-/Grund-Wasser mikrobiologisch sauber bekommen? Dann kontaktieren Sie uns.

Als Ihr persönlicher Ansprechpartner vor Ort stehen wir Ihnen in der Folge mit unserem Partnernetzwerk selbstverständlich zur Verfügung. Über das Service des Herstellers dürfen Sie sich schon im Vorfeld österreichweit gut betreut fühlen.

Bitte melden Sie sich einfach, indem Sie mit uns per Telefon oder über das Kontaktformular in Verbindung treten. Wir bemühen uns gerne um Sie. Sie erhalten umgehend einen Rückruf oder eine schriftliche Rückantwort.